Montag, 21. Mai 2018

[Rezension] Tamara Bach - Mausmeer

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich eine ganz besondere Rezension für euch, denn es handelt sich hierbei um das allererste Rezensionsexemplar, das ich jemals bekommen habe. Zur Verfügung gestellt wurde es mir freundlicherweise vom Carlsen-Verlag, bei dem ihr dringend mal vorbeischauen solltet. Auf der Seite gibt es Unmengen an tollen Büchern und am 31. August bringen sie die komplette Harry Potter-Reihe noch einmal im neuen Design raus, worauf ich mich unglaublich freue! Schaut sie euch hier unbedingt einmal an!


Titel: Mausmeer
Originaltitel: Mausmeer
Autor/in: Tamara Bach
Genre: Young Adult / Jugendbuch
Reihe: /
Seiten: 143
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ (Hardcover)
Meine Bewertung: 3,5/5 ☆

Inhalt:
Der 18-jährige Ben möchte nur noch ein letztes Mal in das Haus seines Opas am See fahren, wo früher immer alles gut war. Mit seiner älteren Schwester Annika, denn die hat er eh schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Einfach nur weg von Zuhause, wo sich alles irgendwie nicht mehr richtig anfühlt. Als die beiden dort ankommen - auch nicht unbedingt von beiden Seiten so ganz freiwillig - merkt Ben schnell, dass das alles nicht so läuft, wie er es sich erhofft hat. Und nach ein paar kleinen Zwischenfällen führt eines zum anderen und am Schluss sieht alles ganz anders aus, als noch ein paar Tage zuvor.

Meine Meinung:
Als ich das Paket geöffnet habe ist mir sofort das wunderschöne Cover aufgefallen. Natürlich hatte ich es schon zuvor im Internet gesehen, aber in natura ist es noch mal schöner! (Und werft mal einen Blick unter den Schutzumschlag, da bekommt ihr Schnappatmung, so schön ist das!) 

Die Geschichte an sich fand ich sehr ansprechend. Ben steht kurz vor dem Abitur und fühlt sich damit irgendwie eher wie kurz vor dem Abgrund. Und ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie es mir vor fünf Jahren ging, als ich mein Abitur direkt vor der Brust hatte. Ich hatte damals auch das Gefühl, dass irgendwie alles am Scheideweg stand und kam mir total verloren vor. Tamara Bach hat dieses Gefühl unglaublich gut rübergebracht und ich denke, dass sich sehr viele Menschen in diesem Alter nur allzu gut in Ben hineinversetzen können. Auch die Sicht seiner Schwester Annika, die eigentlich immer die Vernünftige war und auch am Ende ihres Studiums steht, kann ich mittlerweile nachvollziehen. Diese Fragen, wie "Wann bist du denn endlich mit deinem Studium fertig?" gehören in der heutigen Gesellschaft ja irgendwie zur Tagesordnung. Alles muss schneller und besser und effizienter sein. Durch den steten Perspektivenwechsel konnte man beide Seiten stets gut verstehen. Beide Geschwister hatten ihr Päckchen an Zukunftsängsten zu tragen und irgendwie fand ich es tröstlich zu sehen, dass man mit diesem Gefühl nicht alleine ist. Und dass es für alles eine Lösung gibt.

Die Atmosphäre in dem Buch hat mich sehr angesprochen. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie die beiden auf dem Hof ihres Großvaters waren und dort versucht haben, die alten unbeschwerten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Dieser Wunsch ist mir selbst nur allzu vertraut. Das ganze Buch hatte etwas gemütliches, heimeliges und tröstliches an sich, womit man bei mir persönlich immer punkten kann.

Was bei meiner Bewertung leider für die 1,5 Punkte Abzug gesorgt hat, ist der Schreibstil gewesen, denn mit dem habe ich echt gehadert. Tamara Bach schreibt in sehr kurzen, abgehakten, emotionslosen Sätzen oder aber sie reiht fünf Sätze zu einem ewig langen Satz zusammen. Dadurch geht eine Menge Gefühl in dem Buch verloren. Und auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass das in einer Weise auch die schnellen und ungeordneten Gedankenstränge der Protagonisten widerspiegeln sollte, so hat es mich doch sehr angestrengt. Ich muss zugeben, dass ich einfach lieber flüssige und geordnete Sätze lese (was vielleicht auch meine Probleme mit Gedichten erklärt) und wenn man die sucht, ist man bei diesem Buch leider falsch. 

Fazit:
Von der Geschichte und der Thematik her ein absolut ansprechendes Buch und vor allem für Jugendliche kurz vor dem Schulschluss eine super Lektüre! Leider war der Schreibstil der Autorin so gar nicht meins, doch da mich das Buch ansonsten gut unterhalten konnte und mir der Inhalt sehr gut gefallen hat, habe ich 3,5/5 Sternen vergeben.

Ich wünsche euch noch einen schönen Feiertag,

Kiki 

Mittwoch, 16. Mai 2018

[Rezension] Jenny Han - To all the boys I've loved before

Hallo ihr Lieben,

gestern Abend habe ich ein Buch beendet, das mich unglaublich begeistert hat. So sehr, dass ich mein Bücherkaufverbot - oops - für eine Sekunde vergessen habe und sofort die beiden Fortsetzungen bestellt habe. Sie sollen noch heute ankommen und ich kann es wirklich kaum erwarten, sofort weiterzulesen!


Titel: To all the boys I've loved before
Originaltitel: To all the boys I've loved before
Autor/in: Jenny Han
Genre: Young Adult
Reihe: To all the boys I've loved before
Seiten: 421
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Scholastic
Preis: 6,99€
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
In der Hutschachtel, die ihre Mutter ihr vor ihrem Tod geschenkt hat, bewahrt Lara Jean ihre Briefe auf. Einen Brief für jeden Jungen, den sie jemals geliebt hat. Darin kann sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen, sie kann schreiben, was immer sie denkt- und dann damit abschließen. Bis die Briefe eines Tages abgeschickt werden und ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Plötzlich muss sie sich den Jungen außerhalb ihrer Fantasiewelt, ihrer Komfortzone, stellen und dass das so kompliziert werden würde, konnte sie ja nun wirklich nicht wissen...

Meine Meinung:
Wow, ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Schon lange hat mich kein Buch mehr so gepackt, wie dieses hier. Ich konnte gestern gar nicht mehr aufhören zu lesen und als ich es dann beendet hatte, war ich total aufgekratzt und einfach nur froh, dass ich nur einen einzigen Tag auf die Fortsetzung warten muss. Denn länger würde ich es wohl nicht aushalten.
Lara Jean ist eine Protagonistin, wie ich sie noch nie hatte. Es ist ganz selten, dass ich mich so richtig, richtig in einen Charakter hineinversetzen kann, aber bei Lara Jean war das der Fall. Ich hatte das Gefühl, ihr so ähnlich zu sein. Genau wie ich ist sie ein absoluter Familienmensch, ihre Schwestern sind ihr ein und alles - so wie meine Schwester es für mich ist. Sie bleibt lieber zu Hause anstatt feiern zu gehen, sie kann schlecht mit Veränderungen umgehen, mag es gerne absolut gemütlich und isst für ihr Leben gern. Außerdem hat sie eine sehr ausgeprägte Fantasie. Alles Dinge, die auch auf mich total zutreffen. Hinzu kommt, dass sie mir an keinem einzigen Punkt in diesem Buch auf die Nerven gegangen ist, was bei mir eigentlich bei so ziemlich jedem Buch mal der Fall ist. Doch Lara Jean ist so authentisch, so liebenswürdig, dass man sie einfach lieben muss. Sie ist nie zu lange selbstmitleidig oder überdramatisch oder macht Dinge, bei denen man sich einfach nur mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen kann. (In dem Punkt ist sie mir dann doch nicht so ähnlich :D) Für mich ist sie die absolut perfekte Protagonistin. Ich fühle mich so, als hätte ich endlich mein literarisches Gegenstück gefunden.
Auch ihre Familie ist einfach nur zum Verlieben. Da ist Margot, ihre große Schwester, die so organisiert und so zielstrebig ist, dass man sie einfach nur bewundern kann. Kitty, ihre jüngere Schwester, ist ein absolutes Goldstück und hat mich während des Lesen oft zum Lachen gebracht. Oh, und lasst mich gar nicht erst von Peter anfangen, dann komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus!
Dieses Buch war alles, was ich mir von einem Young Adult-Buch wünsche: es war witzig, es war spannend, es war mitreißend, es war berührend, es war realistisch, es war inspirierend und es hat mir ein Gefühl von Behaglichkeit vermittelt. 
Jenny Han's Schreibstil ist meiner Meinung nach sehr flüssig und leicht zu lesen. Ich bin in weniger als 24 Stunden durch dieses Buch "geflogen". Ich denke, sie wird es definitiv auf die Liste meiner liebsten Autoren schaffen!

Fazit:
Lest dieses Buch! Ehrlich, ich kann meine Liebe dazu gerade gar nicht in Worte fassen, weil ich immer noch so emotional aufgewühlt bin, aber ich kann es euch nur dringend an's Herz legen! Das war auf jeden Fall nicht die einzige Reihe von Jenny Han, die ich lesen werde und ich sitze hier und kann an nichts anderes denken, dass es schon bald an der Tür klingeln wird und ich endlich weiterlesen kann.

Ich werde dann mal weiter ungeduldig vor der Tür hocken und wünsche euch währenddessen noch einen schönen Tag,

Kiki 

Montag, 14. Mai 2018

[Rezension] Simon Beckett - Tiere

Hallo ihr Lieben,

gestern Abend habe ich endlich "Tiere" von Simon Beckett beendet, was ich mir schon seit Jahren vorgenommen hatte. Jetzt kann ich es endlich für euch rezensieren!



Titel: Tiere
Originaltitel: Animals
Autor/in: Simon Beckett
Genre: Thriller
Reihe: /
Seiten: 284
Erscheinungsjahr: 1995
Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99€
Meine Bewertung: 2/5 ☆

Inhalt:
Nigel ist nicht gerade das, was man einen intelligenten Zeitgenossen nennen würde. Aber er ist trotzdem zufrieden. Er lebt in dem alten Pub, den er nach dem Tod seiner Eltern geerbt hat und die meiste Zeit verbringt er damit, Comics zu lesen oder fern zu schauen. Hin und wieder muss er jedoch in den Keller, wo er seine Mitbewohner hält, denn die müssen ja schließlich auch gefüttert werden...

Meine Meinung:
Entschuldigt die kurze Inhaltsangabe, doch ehrlich gesagt war das alles, was in diesem Buch vorkam. Ich muss wohl erstmal anmerken, dass ich eigentlich ein großer Fan von Simon Becketts Büchern bin. Seine "David Hunter"-Reihe finde ich total toll. Über seine Einzelromane habe ich schon viele schlechte Dinge gehört, doch ich wollte mich selbst davon überzeugen, was an den ganzen negativen Rezensionen dran war, denn so ganz konnte ich es ja dann doch nicht glauben. Leider muss ich auch sagen: Dieses Buch hat mir ganz und gar nicht gefallen.
Die Idee an sich fand ich total genial. Ein geistig etwas zurückgebliebener Mensch hält sich andere Menschen als Haustiere in seinem Keller. Doch leider hat dieser Aspekt vielleicht 10% des ganzen Buches ausgemacht. Die restlichen 90% ging es darum, wie Nigel einkaufen geht oder fernsieht oder Comics liest oder Müll wegbringt oder was nicht sonst noch. Absolut banale Dinge. Dadurch gab es in diesem Buch nicht eine spannende Seite. Wirklich keine einzige.
Der Schreibstil hat mir auch nicht wirklich gut gefallen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Nigel erzählt und da der ja wie gesagt ein wenig zurückgeblieben ist, musste sich Simon Beckett in der Sprache natürlich anpassen. Ich dachte anfangs, dass das ja eigentlich leicht zu lesen sein müsse, doch das war leider nicht der Fall. Nach ein paar Seiten ging mir der kindliche Tonfall gehörig auf die Nerven. Und das jeder dritte Satz entweder mit "und so" oder "oder so" geendet hat, hat auch nicht gerade dazu beigetragen, meine Stimmung während des Lesens zu heben.
Von dem Ende möchte ich am liebsten gar nicht erst anfangen. Da wurde dann alles so abgedreht und dämlich, dass ich echt kurz vor Schluss doch noch aufgegeben hätte. Das Komische an diesem Buch war nur, dass man Nigel nie wirklich als Psychopathen ansehen konnte, da er so verwirrt und auf eine verquere Art auch "unschuldig" war. Das hat mich in einige Gewissenskonflikte gebracht, vor allem, wenn er von Karen und seinen anderen Mitarbeitern schikaniert wurde. Da habe ich zwischenzeitlich doch echt vergessen, dass er Menschen in seinem Keller gefangen hält und wollte einfach nur, dass sie ihn in Ruhe ließen.
Die zwei Sterne habe ich einzig und allein aus zwei Gründen vergeben: Die Grundidee fand ich wie gesagt echt ansprechend und die ersten fünf Kapitel, in denen es wirklich noch um die "Tiere" ging und wie sie zu Nigel gekommen sind, ließen sich auch ganz gut lesen. Aber den Rest hätte man getrost weglassen könne.

Fazit:
Geniale Grundidee, schlechte Umsetzung. Wenn ihr ein Buch darüber lesen wollt, was ein leicht zurückgebliebener Mann so in seiner Freizeit tut, dann kann ich es euch empfehlen, aber wenn ihr wirklich einen Thriller wollt, dann lasst doch lieber die Hände davon!

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche,

Kiki 


Freitag, 11. Mai 2018

Auf ein gemütliches Wochenende! | Freitagsinspirationen

Happy Friday!

Ich muss zwar nachher noch arbeiten, aber um den Beginn des Wochenendes gebührend zu feiern, gibt es auch dieses Wochenende wieder meine Freitagsinspirationen für euch! Bis jetzt sieht das Wetter bei uns nicht sehr vielversprechend aus, aber das kann sich ja noch ändern. Ansonsten steht an diesem Wochenende bei mir außer dem Geburtstag meiner Mama am Sonntag nichts an, sodass ich hoffentlich eine Menge lesen kann!

Song der Woche
Elen Levon - Wild Child « Da ich seit zwei Wochen total besessen von dem Handy-Spiel "Song Pop 2" bin, stoße ich ständig auf neue tolle Lieder und dieses war eines davon. Ich finde, es macht einfach super gute Laune und beim Autofahren drehe ich immer laut auf und singe aus vollem Halse mit!

Buch der Woche
Ganz klar: "Dein Wille geschehe" von Michael Robotham! Ich hatte ja gestern schon eine ausführliche Rezension dazu veröffentlich, weswegen ich an dieser Stelle nur nochmal meine Begeisterung deutlich machen will und es jedem Thriller-Fan wärmstens empfehle!


Film/Serie der Woche
Vorgestern haben mein Freund und ich den Film "Das hält kein Jahr" geschaut und wir fanden ihn beide wirklich richtig gut. Es ist einer dieser Filme, bei denen man richtig laut loslachen muss - in Kombination mit dem Husten, der mich seit zwei Wochen quält gar nicht mal so angenehm.
Außerdem spielen Rose Byrnes und Anna Farris mit, zwei Schauspielerinnen, von denen ich absolut begeistert bin!
Der Film beginnt mit der Traumhochzeit von Josh (Rafe Spall) und Nat (Rose Byrnes). Die beiden heiraten sehr schnell nach ihrem Kennenlernen und ihre Freunde sind sich sicher: "Das hält kein Jahr!" Und schon ein paar Monate später sieht man die beiden bei einer Paartherapeutin die vergangenen Ereignisse aufarbeiten. Das Paar könnte unterschiedlicher kaum sein! Und als dann noch Menschen in ihr Leben treten, die eigentlich den perfekten Partner für sie abgeben würden, ist das Chaos perfekt.
Ich fand ihn wirklich super witzig und sehenswert!

Hörspiel der Woche
Diese Woche habe ich zum Einschlafen das Hörbuch zu "Harry Potter und der Stein der Weisen" gehört, und zwar die Version, die von Rufus Beck gelesen wird (er ist einfach der Beste!). Und zu meinen Gefühlen für Harry Potter muss ich ja wohl wirklich nicht mehr viel sagen, oder?


Essen der Woche
Diese Woche habe ich mal endlich wieder meinen Backofen benutzt und mehrmals gebacken. Eine Sache, die mir sehr gut gefallen hat, waren diese Hefeklöße mit Pflaumenmus. Sie sind super einfach zu machen und schmecken mit Puderzucker bestreut besonders gut!


Inspiration der Woche
Meine Schwester Mimi! Sie ist einfach der tollste Mensch auf der ganzen Welt und die beste Schwester, die man sich wünschen könnte. Sie meistert alle Hürden in ihrem Leben mit Bravour und ist ein riesiges Vorbild für mich. Ich kann immer zu ihr kommen, wenn mich etwas bedrückt und sie schafft es immer, mich wieder aufzumuntern. Niemand weiß so viel über mich, wie sie. Und ihr Händchen für Autos ist außerdem ebenfalls nicht zu verachten. Ich hab dich ganz doll lieb! 




Für mich geht es jetzt gleich zur Arbeit. Allen, die heute Brückentag haben, wünsche ich einen entspannten Tag und alle armen Leuten wie mir, die heute arbeiten müssen, wünsche ich gutes Durchhaltevermögen - es ist fast geschafft!

Kiki 

Donnerstag, 10. Mai 2018

[Rezension] Michael Robotham - Dein Wille geschehe

Einen schönen Feiertag, ihr Lieben!

Ich habe gerade eben "Dein Wille geschehe" von Michael Robotham beendet und bin so begeistert von diesem Buch, dass ich sofort eine Rezension verfassen muss, um meine Gedanken zu dieser grandiosen Geschichte loszuwerden!



Titel: Dein Wille geschehe
Originaltitel: Shatter
Autor/in: Michael Robotham
Genre: Thriller
Reihe: Joseph O'Loughlin
Seiten: 447
Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Eder & Bach
Preis: 6,66€
Meine Bewertung: 5/5 ☆

Inhalt:
Der Psychologe Joseph O'Loughlin (hach, wie ich diesen Namen schon liebe!) wird nach einer Vorlesung von der Polizei abgefangen. Eine junge Frau steht nackt und zum Sprung bereit, das Handy am Ohr. Auf ihrem Bauch steht in leuchtend roten Buchstaben das Wort "Hure" geschrieben. O'Loughlin soll helfen und sie von ihrem Vorhaben abbringen, doch er dringt gar nicht zu ihr vor; sie scheint ihn nicht einmal wahrzunehmen. Die einzigen Worte, die sie kurz vor ihrem Sprung an ihn richtet, sind: "Sie verstehen nicht." Die Polizei tut das ganze als Selbstmord ab und wendet sich wieder anderen Problemen zu. Doch dann wird die Geschäftspartnerin der Toten aufgefunden, an einen Baum gefesselt, erfroren und ebenfalls nackt. Zu ihren Füßen liegt ein Hand. O'Loughlin wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht um einen Zufall handeln kann, zumal er bereits zu vor daran gezweifelt hatte, dass es sich bei der ersten Tat um einen Suizid handelte. Schon bald stellt sich seine Vermutung als grausame Wahrheit heraus. Und der Täter ist noch lange nicht fertig, denn er hat nicht gefunden, wonach er sucht...

Meine Meinung:
Woah, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch hatte mir die Mama meines Freundes gegeben, weil sie es so gut fand. Und ich muss ihr zu 100% zustimmen. Das Buch ist der absolute Wahnsinn!
Schon mit der ersten Seite hatte Michael Robotham meine Aufmerksamkeit voll und ganz gefesselt. Joseph O'Loughlin ist ein sehr beeindruckender Charakter, der neben seiner Tätigkeit als Professor der Psychologie und als Vater auch noch jeden Tag gegen seine Krankheit, Parkinson, kämpfen muss. Dennoch ist er eine sehr starke Persönlichkeit. Schon bei dem ersten Opfer merkt man, dass ihn die Schicksale anderer Menschen niemals kalt lassen und er unbedingt helfen will. Das wird natürlich noch verstärkt, als ihre Tochter plötzlich vor seiner Tür steht und ihn um Hilfe anfleht. Sein Einsatz für andere Menschen hat mich sehr schwer beeindruckt, auch wenn er ihn einiges gekostet hat. Ein guter Protagonist ist schon immer die halbe Miete!
Die Spannung in diesem Buch lässt niemals nach. Man möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und wenn man es doch mal tun muss, dann nur unter großem Stöhnen. Außerdem hat es mich immer wieder auch mal zum Lachen gebracht. Michael Robotham hat einen Humor, der ganz genau meinen Geschmack trifft.
Das Buch wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt: der von O'Loughlin und der des Täters. Auch der Täter ist unheimlich faszinierend. Er ist nicht nur gnadenlos und brutal, er ist auch unheimlich intelligent und gewitzt. Als ich herausgefunden habe, wer es ist, war ich erstmal kurz baff. Und so muss das meiner Meinung nach bei einem richtig guten Thriller auch sein! Doch selbst als seine Identität aufgeklärt ist ist er nicht zu greifen, sondern bringt das ganze Spiel noch auf eine andere, viel persönlichere Ebene. Ein wahrlich gelungener "Bösewicht"!
Mir hat wirklich jedes Aspekt an diesem Buch gefallen. Die Charaktere waren allesamt richtig toll, bis auf Josephs Frau Julianne, die konnte ich nicht wirklich gut leiden, auch wenn manche ihrer Motive vielleicht verständlich waren. Die Spannung war genau richtig dosiert und dazu gemacht, einen quasi an das Buch zu fesseln. Die Geschichte war absolut einzigartig und ist mir so auch noch in keinem anderen Thriller begegnet.
Schade nur, dass ich so jetzt mit dem dritten Buch in der Reihe begonnen habe. Aber die ersten beiden werde ich so schnell wie möglich nachholen, denn eines steht fest: Diese Reihe muss ich unbedingt komplett lesen!

Fazit:
Für alle Fans von Thrillern, die absolut an die Nerven gehen, ist dieses Buch genau das richtige! Ich kann euch wirklich nur dazu raten, sofort in die nächste Buchhandlung zu sprinten und es zu kaufen. Meiner Meinung nach passt es sehr gut zu Fans von Chris Carter oder Cody McFadyen, aber auch Fitzek-Fans können sich bestimmt dafür begeistern!

Macht euch noch einen schönen freien Tag,

Kiki